Ätherleib
geschrieben von undeutsch | 20 Sep, 2011Männer - sagt Rudolf Steiner - haben eine "weibliche" Lebenskräfteorganisation (in der Anthroposophie "Ätherleib" genannt), Frauen eine "männliche". Das merkt man, wenn wir in Stress geraten, erklärt Sebastian Gronbach in Info3:
"Wenn wir dauerhaft unter zu starkem Stress stehen, lieblos behandelt werden, uns die Anerkennung verweigert wird, wenn wir zu wenig in ein soziales Miteinander eingebunden sind und uns die rechte Ruhe fehlt, dann fallen wir aus unserer bewussten Mitte heraus - direkt in unsere schnell zur Verfügung stehenden Energiereserven des Ätherleibes. Und was passiert dann nach einer Weile mit den Stress-Frauen? Sie erscheinen wie Karrikaturen des Männlichen: verhärtet, verkantet, überintellektualisiert und rationell kampfbereit. Und wenn wir Stress-Männer unbewusst aus unserem weiblichen Ätherleib heraus leben, wirken auch wir wie schlechte Karrikaturen des Weiblichen: verweichlicht, weinerlich, überemotional und irgendwie immer als Opfer." Kurzfristig könne man aus dem Ätherleib leben - langfristig fielen wir so jedoch hinter unsere eigene Entwicklung zurück.
Unvollendet
geschrieben von undeutsch | 20 Sep, 2011Radikal vertrauen
geschrieben von undeutsch | 15 Apr, 2011Noch ein gutes Zitat; auch aus Info3; von Claudius Weise:
Man sollte viel mutiger sein.
Radikaler.
Anders gesagt: Man sollte mehr vertrauen.
Darauf vertrauen, dass aus der Zukunft das entgegenkommt, was die Vergangenheit nicht mitgegeben hat;
darauf vertrauen, dass eine Idee, die an der Zeit ist, auch ihren Raum finden wird;
darauf vertrauen, dass das Bewusstsein das Sein zu verändern vermag
und dass Menschen,
wenn sie aus freiem Entschluss zusammenwirken,
mehr zustande bringen als unter Zwang.
Das Leben beschneiden
geschrieben von undeutsch | 15 Apr, 2011Sehr weise Worte über die Atomkraft - wieder einmal aus "Info3" (www.info3.de); von Martin Spura:
Sie ist ein gewaltsames Hervorbringen von Naturkräften, die durch eine perfektionierte Technik unter Kontrolle gebracht werden sollen. Das "Restrisiko" steht sinnbildlich für den minimalen Rest an unbeherrschbarem Leben, das noch übrigbleibt. Jetzt sollen auch noch Erdbeben der Stärke 9,0, bis zu 20 Meter hohe Tsunami-Wellen und Flugzeugattentate auf Atomkraftwerke einkalkuliert werden. Eine Technik, die derart viele Natur- und Menschenkräfte unter Kontrolle bringen muss, um sicher zu funktionieren, ist eine lebensfeindliche Technik. Nicht nur wegen der Strahlengefahr, sondern auch wegen der unheimlichen Degradierung des natürlichen Lebenstriebes zu einer berechenbaren Formel. Überall, wo diese Formen der Technik herrschen, werden Oasen des Daseins für den Menschen und die Dinge selbst zerstört - ganz unabhängig davon, ob es äusserlich zu einem Super-GAU kommt oder nicht.
Und weiter:
Der Mensch will die Natur wie eine Maschine beherrschen. Er will das Leben beschneiden. Er will den Sein-schenkenden Himmel in seiner Unberechenbarkeit ausschliessen. Er will Kontrolle über Dinge, die nicht in seiner Verfügungsgewalt stehen. Er will perfektes Funktionieren, wo das Eingeständnis einer Schwäche heilsam wäre.
Hybris
geschrieben von undeutsch | 16 Mär, 2011"Deutsche" SVP
geschrieben von undeutsch | 25 Feb, 2011Verzweiflung
geschrieben von undeutsch | 18 Feb, 2011Irrational
geschrieben von undeutsch | 14 Feb, 2011Vertrauen
geschrieben von undeutsch | 6 Aug, 2010Zwangskonformierung
geschrieben von undeutsch | 6 Aug, 2010"Ich habe das Gefühl, dass ich immer noch dieselbe Neugier und Verzauberung wie als Kind empfinde. Ich lerne immer noch liebend gern Neues und das wird immer so sein. Ich glaube, meine Meinungen und Ideen sind vollkommen selbst entwickelt, und ich glaube, ich habe bis zu einem bestimmten Punkt die verrückten Sachen in unserer Kultur vermeiden können - Materialismus, Konformität, vorgefertigte Auffassungen davon, was Erfolg bedeutet", sagt Jason Hunt (29), Webmaster und Computertechniker, in einem Gespräch mit "unerzogen". Jason Hunt hat nie eine Schule besucht.
Lesen wir dagegen, was die Sprecherin des Bayerischen Kultusministeriums schreibt, um die Schulpflicht zu verteidigen: "Die Bayerische Verfassung will mit der allgemeinen Schulpflicht alle Kinder und Jugendlichen gleichermassen und umfassend in die Gesellschaft eingliedern."
Ehrlicher kann man nicht sein. Schule als Zwangskonformierungsmaschinerie.
unerzogen
geschrieben von undeutsch | 4 Aug, 2010Ich möchte gerne auch hier auf eine Zeitschrift aufmerksam machen, die sich ganz dem Freiheitsimpuls verschrieben hat - auf dem Gebiet der "Erziehung" - oder eben gerade nicht: der gleichwürdige, respektvolle Beziehungen zwischen Menschen wichtig sind, gerade auch zwischen solchen verschiedenen Alters, meist "Kinder", "Jugendliche" und "Erwachsene" genannt: theoretisch fundiert einerseits, ganz praktisch verwertbar andererseits und in jedem Fall anregend: www.unerzogen-magazin.de
Vaterschaftsurlaub
geschrieben von undeutsch | 16 Mär, 2010"Es verbiete sich in der Krise, Väter dafür frei zu stellen, dass sie mehr Zeit finden, mit ihren Kindern zu spielen. Krisen, die so in Familien entstehen, müssten privat bewältigt werden. Das ist die alte Devise der Privatisierer von Gewinnen. Im Ernstfall wird sie den Familien zum Verhängnis", schreibt Klaus Sorgo in der jüngsten Ausgabe der "Männerzeitung" (www.maennerzeitung.ch).
Wir kennen das: Im Namen von "Arbeitsplätzen" (die im Zweifel allerdings meist weit weniger wichtig sind als die Renditen der Kapitalgeber und die Löhne der Manager) dürfen Unternehmen nicht verpflichtet werden, (Sozial-)Lasten mit zu tragen oder besser: Sozial-Leistungen zu erbringen. Wenn es dann eng wird - zahlt die Allgemeinheit: über Steuern oder Versicherungsbeiträge. Letztlich sind es immer Menschen, die bezahlen (und nicht nur in den unteren Rängen der Gesellschaft, ironischerweise): mit ihrer Gesundheit, physisch wie psychisch.
"Prävention" bleibt ein leeres Schlagwort für Schönwetterreden.
Schamlos im Nacktbereich
geschrieben von undeutsch | 1 Feb, 2010"Nacktzone" stand unmissverständlich auf einem Schild vor dem Eingang zum Wellnessbereich mit Whirlpool, Saunas, Ruheräumen. Dahinter nackte Menschen, alte und junge, kleine und grosse, dicke und dünne. Mitten darunter ein Paar Mitte zwanzig, er in Badehose, sie in Bikini; ungeniert. Dass ihnen das nicht peinlich ist...?
Grösste Gefahr
geschrieben von undeutsch | 6 Dez, 2009"Wenn im 17. Jahrhundert über die Hexen abgestimmt worden wäre, hätte es geheissen: Wir müssen sie verbrennen. Und bis ins 20. Jahrhundert galten die Juden als grösste Gefahr für die Schweiz. Hätte es 1930 eine Abstimmung gegeben, wären auch Massnahmen gegen die Juden beschlossen worden."
Mario Erdheim in der "Sonntagszeitung" im Interview über die Anti-Minarett-Initiative
Entsorgte Väter
geschrieben von undeutsch | 24 Nov, 2009Für den Film wirbt ein Flyer - mit folgendem Bild: Ein Fussgängerzonen-Schild, darauf eine stilisierte Frau und ein Kind. Darunter ein zweites Schild: "Privatbesitz".
Darum geht es in dem Film: Dass Mütter - und Behörden! - Kinder als Privatbesitz der Mütter betrachten - und die Väter als im Zweifel entbehrliche "Erzeuger".
"Der entsorgte Vater" heisst der Film von Douglas Wolfsperger; ein doppeldeutiger Titel: Er portraitiert Väter, die "entsorgt" worden sind: ihres Sorgerechts beraubt, zwangsweise aus dem Leben ihrer Kinder entfernt.
Leider keine Einzelfälle. Weil auch Behörden meinen - vermeintlich dem "Kindswohl" verpflichtet - eine von ihnen phantasierte "Ruhe", vermeintlich "klare Verhältnisse" könnten wichtiger sein für ein Kind, als der lebendige Kontakt zu seinem Vater.
Als ob "Verhältnisse" geklärt werden könnten, indem man den Vater entsorgt, als ob ein Kind zur Ruhe finden könnte mit dieser klaffenden Wunde einer erzwungenen Vaterlosigkeit.
Wenn sich Eltern nicht auch nach einer Trennung darauf besinnen können, Eltern zu bleiben - dann muss man sie dazu zwingen. Das fordert das "Kindeswohl". Eine Lösung gegen eineN der beiden ist keine Lösung. Das muss beiden klar (gemacht) werden.
Und wer den Umgang mit dem anderen Elternteil torpediert oder gar unmöglich macht - der sollte um sein "Sorgerecht" bangen müssen. Nicht der, der diesen Kontakt sucht.
