Entsorgte Väter
geschrieben von undeutsch | 24 Nov, 2009Für den Film wirbt ein Flyer - mit folgendem Bild: Ein Fussgängerzonen-Schild, darauf eine stilisierte Frau und ein Kind. Darunter ein zweites Schild: "Privatbesitz".
Darum geht es in dem Film: Dass Mütter - und Behörden! - Kinder als Privatbesitz der Mütter betrachten - und die Väter als im Zweifel entbehrliche "Erzeuger".
"Der entsorgte Vater" heisst der Film von Douglas Wolfsperger; ein doppeldeutiger Titel: Er portraitiert Väter, die "entsorgt" worden sind: ihres Sorgerechts beraubt, zwangsweise aus dem Leben ihrer Kinder entfernt.
Leider keine Einzelfälle. Weil auch Behörden meinen - vermeintlich dem "Kindswohl" verpflichtet - eine von ihnen phantasierte "Ruhe", vermeintlich "klare Verhältnisse" könnten wichtiger sein für ein Kind, als der lebendige Kontakt zu seinem Vater.
Als ob "Verhältnisse" geklärt werden könnten, indem man den Vater entsorgt, als ob ein Kind zur Ruhe finden könnte mit dieser klaffenden Wunde einer erzwungenen Vaterlosigkeit.
Wenn sich Eltern nicht auch nach einer Trennung darauf besinnen können, Eltern zu bleiben - dann muss man sie dazu zwingen. Das fordert das "Kindeswohl". Eine Lösung gegen eineN der beiden ist keine Lösung. Das muss beiden klar (gemacht) werden.
Und wer den Umgang mit dem anderen Elternteil torpediert oder gar unmöglich macht - der sollte um sein "Sorgerecht" bangen müssen. Nicht der, der diesen Kontakt sucht.




