Vaterschaftsurlaub

geschrieben von undeutsch | 16 Mär, 2010

"Es verbiete sich in der Krise, Väter dafür frei zu stellen, dass sie mehr Zeit finden, mit ihren Kindern zu spielen. Krisen, die so in Familien entstehen, müssten privat bewältigt werden. Das ist die alte Devise der Privatisierer von Gewinnen. Im Ernstfall wird sie den Familien zum Verhängnis", schreibt Klaus Sorgo in der jüngsten Ausgabe der "Männerzeitung" (www.maennerzeitung.ch).

Wir kennen das: Im Namen von "Arbeitsplätzen" (die im Zweifel allerdings meist weit weniger wichtig sind als die Renditen der Kapitalgeber und die Löhne der Manager) dürfen Unternehmen nicht verpflichtet werden, (Sozial-)Lasten mit zu tragen oder besser: Sozial-Leistungen zu erbringen. Wenn es dann eng wird - zahlt die Allgemeinheit: über Steuern oder Versicherungsbeiträge. Letztlich sind es immer Menschen, die bezahlen (und nicht nur in den unteren Rängen der Gesellschaft, ironischerweise): mit ihrer Gesundheit, physisch wie psychisch.

"Prävention" bleibt ein leeres Schlagwort für Schönwetterreden.

Grösste Gefahr

geschrieben von undeutsch | 6 Dez, 2009

"Wenn im 17. Jahrhundert über die Hexen abgestimmt worden wäre, hätte es geheissen: Wir müssen sie verbrennen. Und bis ins 20. Jahrhundert galten die Juden als grösste Gefahr für die Schweiz. Hätte es 1930 eine Abstimmung gegeben, wären auch Massnahmen gegen die Juden beschlossen worden."

Mario Erdheim in der "Sonntagszeitung" im Interview über die Anti-Minarett-Initiative

Entsorgte Väter

geschrieben von undeutsch | 24 Nov, 2009

Für den Film wirbt ein Flyer - mit folgendem Bild: Ein Fussgängerzonen-Schild, darauf eine stilisierte Frau und ein Kind. Darunter ein zweites Schild: "Privatbesitz".

Darum geht es in dem Film: Dass Mütter - und Behörden! - Kinder als Privatbesitz der Mütter betrachten - und die Väter als im Zweifel entbehrliche "Erzeuger".

"Der entsorgte Vater" heisst der Film von Douglas Wolfsperger; ein doppeldeutiger Titel: Er portraitiert Väter, die "entsorgt" worden sind: ihres Sorgerechts beraubt, zwangsweise aus dem Leben ihrer Kinder entfernt.

Leider keine Einzelfälle. Weil auch Behörden meinen - vermeintlich dem "Kindswohl" verpflichtet - eine von ihnen phantasierte "Ruhe", vermeintlich "klare Verhältnisse" könnten wichtiger sein für ein Kind, als der lebendige Kontakt zu seinem Vater.

Als ob "Verhältnisse" geklärt werden könnten, indem man den Vater entsorgt, als ob ein Kind zur Ruhe finden könnte mit dieser klaffenden Wunde einer erzwungenen Vaterlosigkeit.

Wenn sich Eltern nicht auch nach einer Trennung darauf besinnen können, Eltern zu bleiben - dann muss man sie dazu zwingen. Das fordert das "Kindeswohl". Eine Lösung gegen eineN der beiden ist keine Lösung. Das muss beiden klar (gemacht) werden.

Und wer den Umgang mit dem anderen Elternteil torpediert oder gar unmöglich macht - der sollte um sein "Sorgerecht" bangen müssen. Nicht der, der diesen Kontakt sucht.

Immunsystem trainieren!

geschrieben von undeutsch | 20 Aug, 2009
Vogelgrippe, Schweinegrippe - die Angst ist gross, dass in den kommenden Jahren ein Grippevirus entsteht, der sich rasend schnell verbreitet UND wirklich gefährlich ist. Angst hilft manchen Industriezweigen, ihre Umsätze zu steigern - für den Umgang mit Krankheiten ist sie ein schlechter Ratgeber. Können wir uns vorbereiten, ohne in Hygienemittelwahn zu verfallen und Tamiflu zu bunkern? Ja, können wir: Indem wir unser und unserer Kinder Immunsystem trainieren; durch massvollen Einsatz von Hygienmitteln, durch - ja: fiebrige Erkrankungen, deren Fieber wir - das ist wichtig - NICHT senken. Durch Masern zum Beispiel (um wieder einmal ein bisschen zu provozieren). Indem wir uns und unsere Kinder nicht oder sehr zurückhaltend impfen. Denn eines ist klar: Die Strategie, Krankheiten ausrotten zu wollen, führt ebenso geradewegs in die Katastrophe, wie jede andere Strategie der Ausrottung. "Mit Gewalt gegen" ist meist ein schlechter, fataler Weg. "Mit" müssen wir gehen - lernen und wachsen. Das hilft dauerhaft. Und bringt uns weiter.

Geiles Knastleben oder mühsame Beziehungsarbeit?

geschrieben von undeutsch | 3 Apr, 2009

Vergeltung, hart rannehmen - oder doch am Grundgedanken des Jugendstrafrechts festhalten? Das Magazin (Nr. 13) hat dieser Frage einen magazintypisch differenzierten Beitrag gewidmet.

"Einsperren, das ist der Trend. Hart drannehmen. Allerdings ist das die Optik der Erwachsenen. Aus der Sicht mancher jungen Straftäter ist das Gefängnis nämlich gar nicht so übel: Sie können rund um die Uhr fernsehen, müssen nicht aufstehen, bekommen einwandfreies Essen und sind umgeben von freundlichen Aufsehern. Der Täter im Fall Lucie hat das explizit als Motiv angegeben: Er habe zurück in den Knast gewollt. Die Fachleute sind sich einig, dass Gefängnisdrohungen nichts bringen."

Findet auch Jugendanwaltschaftssprecher Hans Mellinger (Aargau): "Wer Probleme hat, macht Probleme. Eine Straftat ist nicht nur ein Unglück für das Opfer, meistens ist sie auch ein Unglück für den Täter. Fast immer begehen Jugendliche ein Delikt in einer beschissenen Krisensituation."

Und da hilft nur eines, meint sein Zürcher Kollege Hansueli Gürbler: "Meine Erfahrung nach 23 Jahren ist: Wenn ich ganz aus der Nähe mit einem Jugendlichen arbeite, ihn kenne und verstehe, geht die Gewalt zurück. Das Aggressionspotenzial sinkt."

Was nicht nur den Tätern hilft - sondern auch potenziellen Opfern!

Ideologie

geschrieben von undeutsch | 13 Feb, 2009

Weshalb gibt es so viele Menschen, die ideologische Grundhaltungen höher gewichten als Fakten und das Urteil von Fachleuten und Betroffenen? Zwei Beispiele aus dem Tagi von heute:

Die SVP fordert, in schweren Fällen Jugendliche ab 16 Jahren nach dem Erwachsenenstrafrecht zu verurteilen. Kommentar eines Jugendrichters (der in seiner Praxis täglich mit straffälligen Jugendlichen zu tun hat): "Das löst die Probleme mit den Jungen nicht und ist völlig verfehlt." Kommentar eines Jugendpsychiaters (der täglich in seiner Praxis mit auffälligen Jugendlichen zu tun hat): "Strafen haben wenig abschreckende Wirkung." Denn: Jugendliche verübten Tötungsdelikte meist im Affekt; oft sei auch eine Gruppendynamik im Spiel (gegen die Jugendliche in diesem Alter nahezu machtlos sind).

Hans-Ulrich Solenthaler, Kandidat für das Amt des Armeechefs, sagt im Interview: "Ich glaube nicht, dass man Suizide verhindern kann, indem die Waffen im Zeughaus gelagert werden." Nicht glauben, wissen könnte man es (besser), auch wenn man sich "dem Gedankengut der SVP sehr nahe fühlt" (Solenthaler im gleichen Interview). Strafrechtsprofessor Killias kann ganze Abende darüber referieren, dass und wie Gelegenheiten Straftaten begünstigen. "Gelegenheit macht Diebe", weiss schon der Volksmund. Sie begünstigt auch Selbsttötungen. Und Gewaltverbrechen. Erwiesenermassen.

Da kann Solenthaler glauben, was er will.

Verquere Logik?

geschrieben von undeutsch | 11 Feb, 2009

Da gibt die Schweiz international mal wieder die Lachnummer, der Zürcher Statthalter Bruno Graf spricht von einer "Rückkehr des viktorianischen Zeitgeistes" und ausgerechnet die FKK-Verbände klatschen Beifall: Der Kanton Appenzell macht nackt Wandern zu einem Offizialdelikt. "Man distanziere sich klar von den Nacktwanderern" zitiert der Tagi die Schweizer Naturisten Union und Kurt Fischer, Präsident des deutschen Verbandes für FKK sagt, sein Verband nehme konsequent keine "Nacktwanderer" auf. Denn: "Die Freiheit des Einzelnen hört bekanntlich dort auf, wo die Freiheit der anderen tangiert wird."

Von einer verqueren Logik spricht er und bemüht selbst eine solche. Denn: Tangiert es meine Freiheit nicht, wenn andere mir verbieten, nackt zu sein? Ich will mich nur so zeigen dürfen, wie Gott (oder die Natur) mich geschaffen hat. Viel eher dürfte ich fordern, dass der junge Mann in der Tram gegenüber sein Lippenpiercing entfernt, wenn er in die Öffentlichkeit tritt. Mich stört das nämlich. Oder noch schlimmer: Diese knallige, aufdringliche und zudem meist verlogene Werbung, die mich allenhalben anschreit, an jeder Strassenecke.

Wie viel müssen wir ertragen, ansehen, anhören - weil es eben so ist und weil eine Welt, in der es anders wäre, ärmer wäre, kälter, trist? Und da darf ein nackter Mann auf der Plakatwand dazu gehören, eine nackte Frau auf der Titelseite eines Magazins am Kiosk auch, ein ganz realer nackter Mann in den Appenzeller Bergen aber nicht?

Wo ist da die Logik?

Die Verbände verteidigen wohl eher ihre Pfründe. Und: Der alte Zwist zwischen "ordentlichen" (sprich meist: bieder-bünzligen) Naturisten hier und revoluzionären, anarchistischen oder zumindest alternativen Nudisten dort scheint immer noch nicht überwunden. Im Zweifel zähle ich mich lieber zu letzteren. Obwohl auch mir der Mut fehlt, nackt wandern zu gehen.

Auch ohne "Offizialdelikt".

anstössig

geschrieben von undeutsch | 29 Jan, 2009
Wie von Gott geschaffen durch Gottes freie Natur zu wandern - was den einen Ausdruck unbeschwerten Lebensgefühls ist, ist für andere "anstössiges Verhalten". Für Melchior Looser zum Beispiel, Vorsteher des Appenzeller Justiz-, Polizei- und Militärdepartements. Deshalb sollen dort Nacktwanderer in Zukunft gebüsst werden: 200 Franken werden züchtig bekleidete Ordnungshüter ihnen gleich an Ort und Stelle aus den nicht vorhandenen Hosen ziehen (Tagesanzeiger von heute). Statt eigene Prüderie dafür ins Feld zu führen, weicht Looser aus: "Schliesslich halten sich im Sommer auch viele Kinder in unseren Bergen auf." Looser scheint selber keine zu haben. Sonst wüsste er: Kinder "blütteln" für ihr Leben gerne. Und nehmen es auch Erwachsenen nicht übel, wenn sie es tun.

"Superwahljahr"

geschrieben von undeutsch | 17 Jan, 2009

Auftakt zum "Superwahljahr 2009" - fast bin ich froh, als Auslandsdeutscher nicht in die Verlegenheit zu kommen, wählen zu müssen. Denn ich wüsste nicht, wen.

Als Kind habe ich für Willy Brandt geschwärmt, als Jugendlicher für Franz Josef Strauss. Ich war bei der Jungen Union - bis die CSU rücksichtslos auf Fortschritt gesetzt hat und den wertkonservativen Friedensforscher und -aktivist Alfred Mechtersheimer in ihren Reihen nicht mehr dulden wollte.

Danach galt meine Sympathie den Liberalen, den Sozial-Liberalen, die damals in der FPD noch Recht und Stimme hatten; der farblose Guido-Westerwelle-Wahlverein von heute sagt mir leider gar nichts mehr.

Die Grünen bekamen danach meine Stimme - bis auch sie sich in der "Regierungsverantwortung" korrumpieren liessen. (Mir ist klar, dass Kompromisse eingehen muss, wer Verantwortung trägt; aber dass man dabei seine ursprünglichen Ziele und Werte gleich ganz über Bord werfen muss, bleibt mir unverständlich.)

Heute erscheint mir die Linke noch am sympathischsten, weil es bei all der Sachzwanglogik und "Realpolitik" wenigstens eine Partei braucht, die noch ein paar Ideale hoch hält. (Obwohl auch mir nicht verborgen bleibt, dass eine Ex-SED, die zunehmend dazu instrumentalisiert wird, die Eitelkeit eines gescheiterten Ex-Finanzministers zu stillen, keine echte Alternative ist. - Zu viel "Ex", zu wenig Zukunft...)

Menschlichkeit

geschrieben von undeutsch | 22 Jul, 2008

Ich rege mich zunehmend über die "Affaire Nef" auf. Nicht über Schmid und Nef, sondern

  • über die scheinheiligen Parteiexponenten, die wieder einmal nichts besseres zu tun haben, als die Schnurre aufzureissen und zu versuchen, aus einer mitmenschlichen Tragödie billig politisches Kapital zu schlagen,
  • die befragten "Headhunter", die Anforderungen an Führungskräfte formulieren, die nur erfüllen kann, wer systematisch lügt, sich selbst und andere belügt, den eigenen Schatten konsequent verleugnet
  • und darüber, dass einmal mehr Vertrauen und Menschlichkeit als "Führungsschwäche" gebranntmarkt werden.

Ich wünsche mir FührerInnen, die ganze Menschen sind, Fehler machen und Fehler haben, Licht- und Schattenseiten - und auch dazu stehen. Keine gefühllosen, von weiten Teilen ihrer selbst abgespaltenen Roboter.

Auch, ja gerade als Bundesräte und Armeeführer.

Leidenschaftslos

geschrieben von undeutsch | 21 Jul, 2008

Roland Nef hat allem Anschein nach Sex-Inserenten auf seine Ex gehetzt. Das ist Scheisse, grosse Scheisse sogar. Aber es hat nichts mit seinem Job zu tun. Als Frau würde ich wohl eher vorsichtig sein, mich mit ihm auf eine allzu leidenschaftliche Liebes-Beziehung einzulassen. Aber weshalb sollte er die Armee nicht führen können? Mit Liebe und Leidenschaft hat die Armee erfahrungsgemäss eher wenig zu tun.

Dinosaurier-Technologie

geschrieben von undeutsch | 11 Jun, 2008

Lebendige Systeme bestehen aus kleinen, auf einander bezogenen, vernetzten Einheiten, sind Netzwerke; Riesen-Konglomerate, auch kleinere Verhärtungen fallen aus dem System heraus, stören es, machen es krank, behindern den Fluss des Systems. Atomkraftwerke sind verhärtete Riesen-Konglomerate; schon von daher dem Leben entgegengesetzt - eine Dinosaurier-Technologie aus den Zeiten technischen Allmachtswahns.

Noch scheint er nicht überwunden. Atel plant ein neues Atomkraftwerk auch in der Schweiz. Die ewig Gestrigen hängen in alten Ideologien fest, klammern sich an technische Machbarkeitsphantasien, die Hybris reduktionistischer "Natur"-Wissenschaft.

Dabei wissen wir längst: Das Problem ist nicht, dass wir zu wenig Energie haben; das Problem ist, dass wir zu viel verbrauchen - gerade weil wir immer noch auf grosstechnische Lösungen setzen, statt vom Leben zu lernen. Es ist mehr als fraglich, ob wir ein krankes System dadurch retten können, dass wir noch mehr von dem tun, was es krank macht.

Nicht-materielles Vermögen

geschrieben von undeutsch | 30 Mai, 2008

In der aktuellen "Männerzeitung" (www.maennerzeitung.ch) findet sich ein Beitrag über "Die Ökonomie des ganzen Hauses", in der Thomas Huber-Winter interessante Gedanken für den Trennungs-Fall formuliert:

"Das Eherecht bestimmt klar: Das während einer Ehe erworbene Vermögen (Errungenschaft) inklusive Vorsorgekapital wird hälftig aufgeteilt. Auch bei unverheirateten Paaren können Sachwerte fair verteilt werden. Wie aber kann das nicht-materielle «Vermögen», die Früchte der Arbeit, die sich in fest an die Personen gebundenen Beziehungen und Kompetenzen zeigen, gerecht unter den sich Trennenden aufgeteilt werden?

Wie kann der klassische Familienernährer am «Vermögen» der ehemaligen Partnerin im privaten Bereich, insbesondere an der Beziehung zum Kind bzw. zu den Kindern, teilhaben, das sie aufbauen und pflegen konnte, weil er sie vom Gelderwerb entlastete? Wie kann die klassische Hausfrau nach der Trennung am «Vermögen» des ehemaligen Partners in der Berufswelt teilhaben, das er dank ihrer Entlastung von Haus- und Familienarbeit aufbauen und pflegen konnte? Solche «Vermögens»-Werte lassen sich nicht in Franken aufrechnen und neu verteilen.

Eine Möglichkeit des Teilens wäre die gegenseitige Unterstützung nach der Trennung in der jeweils anderen «Vermögens»-Nachbildung: Der Mann unterstützt die berufliche Entwicklung der Frau, die Frau unterstützt die Verstärkung der Beziehung des Mannes zum Kind."

Schön wärs.

"Verantwortung"

geschrieben von undeutsch | 19 Mär, 2008

So ist es recht: Die Gewinne sind in private Kassen geflossen, in die der Aktionäre und der Top-Manager (das sind die mit der grossen "Verantwortung"), jetzt tragen grobe Mangementfehler faule "Früchte" - und der Staat soll's richten, sprich: das gemeine Volk, das am Ende immer bezahlt. "Ich glaube nicht mehr an die Selbstheilungskraft der Märkte", sagt der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und fordert ein konzertiertes Vorgehen von Notenbanken, Regierungen und Anlegern, um die globalen Finanzmärkte zu sichern.

Was Top-Manager unter der "Verantwortung" verstehen, für die sie sich so fürstlich entlöhnen lassen, zeigt sich auch in der gegenwärtigen Krise: Sie lassen ihre Mitarbeiter bluten und über die Klinge springen. Wenn die Manager Fehler gemacht, wenn sie sich verkalkuliert haben - fällt ihnen nichts Besseres ein, als treue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Strasse zu setzen. Dafür werden sie dann noch belohnt.

Viel geändert hat sich nicht seit dem Mittelalter.

Beschränkt

geschrieben von undeutsch | 2 Mär, 2008

Die ganze Welt ist von den Masern befreit. Die ganze Welt? Nein, in der Schweiz gibt es noch eine kleine Gruppe von Menschen, die sich der Ausrottungsstrategie widersetzen. "Nicht Nachlässigkeit ist für diese 'Impfmüdigkeit' verantwortlich, sondern die Überzeugung der Eltern, dass Masern harmlos sind und das Immunsystem sogar stärken. Der Impfstoff soll zudem Autismus auslösen", schreibt Claudia Nientit in der Sonntagszeitung.

Sie fügt hinzu: "Alles Behauptungen, die wissenschaftlich mehrfach widerlegt wurden."

"Naturwissenschaftlich" füge ich hinzu - und schäme mich gleich: Hat sich doch keine Wissenschaft so sehr von ihrem Wissensgebiet entfernt wie sie, die "Natur" nur noch in ihrem Namen führt und eigentlich "materialistisch", "reduktionistisch" genannt werden müsste, weil ja auch "positivistisch" auf die falsche Fährte führt.

Krankheiten haben einen Sinn - wenn man neben der Materie auch Seelisches oder gar Geistiges ins Auge fasst - auch die Masern. Wer sie "ausrotten" will, mag sehr modern sein. Aber auch beschränkt.

Prävention

geschrieben von undeutsch | 12 Feb, 2008

Wie pervers ist die Gesellschaft, in der wir leben? Da fordert ein Ratgeber der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Eltern von Kleinstkindern auf, Kinder beim Wickeln zu streicheln, zu kitzeln, zu liebkosen und zu küssen. Und auch Scheide und Klitoris dabei nicht geflissentlich zu übersehen. - Und wir handeln das öffentlich unter dem Schlagwort "Erotik mit Kindern" ab, schelten es eine Anleitung zu sexuellen Handlungen mit Kindern; ein Strafrechtsprofessor meint gar, wer diesem Rat folge, riskiere "unter Umständen strafrechtliche Konsequenzen".

Also gut, drehen wir das Rad zurück, sagen wir wieder "Pfui Teufel" zu den "Schamregionen", züchten wir eine weitere Generation verklemmter Neurotiker mit einem gespaltenen Verhältnis zum Körper - und sorgen wir so dafür, dass sich die Spirale echter sexueller Übergriffe munter weiter dreht.

Die Broschüre will Kinder unterstützen, ihren Körper als lustvoll, als gut, als rundum OK zu erfahren - überall, ohne Tabus und "entwertete Zonen" -, Stolz auch auf ihre Geschlechtlichkeit zu entwickeln. Sie ist reinste Prävention.

Monarchie

geschrieben von undeutsch | 14 Dez, 2007

"Wir haben eine Demokratie - und keine Diktatur oder Monarchie", sagte SVP-Nationalrätin Ursula Haller.

O-Ton Christoph Blocher (laut "news" von heute): "Ich vertrete nicht das Parteigedankengut, sondern ich sorge dafür, dass die Partei mein Gedankengut vertritt."

Die SVP als Sprachrohr eines Mannes - keine Monarchie?

Liberale auf Abwegen

geschrieben von undeutsch | 6 Nov, 2007

Mag sein, dass es in der Schweizer FDP immer noch Menschen gibt, die für die Freiheit einstehen, den Einzelnen vor Übergriffen des Staates zu bewahren versuchen in alter urliberaler Tradition. Klaus Künzli und Adrian Haas gehören offensichtlich nicht dazu. In einer Motion fordern sie jetzt, dass sich strafbar macht, wer eine nicht bewilligte Demonstration organisiert oder auch nur an ihr teilnimmt.

Zugegeben: Die Schweiz ist kein Polizeistaat. Aber "Fichen" kennt sie auch und wer das neue Buch über "Müeti" Seiler vom Schlössli Ins gelesen hat, der weiss, dass auch manchen Schweizer Staatsorganen gegenüber durchaus Vorsicht angebracht erscheint.

Die Demonstrationsfreiheit ist ein Menschenrecht. Dass jetzt ausgerechnet Liberale danach rufen, es auszuhöhlen, ist schon mehr als sonderbar. Denn was bleibt vom Recht auf freie Meinungsäusserung, wenn immer brav zuerst den Staat fragen muss, wer davon Gebrauch machen will?

"Getrennt erziehend"

geschrieben von undeutsch | 29 Okt, 2007

Der Fall Ruben/Hunkeler zeigt einmal mehr: Es ist grausam, Eltern ihre Kinder, Kindern ihre Eltern zu entreissen - nur weil die Eltern sich trennen wollen oder müssen. Ob die Kinder beim Vater leben oder bei der Mutter ist zweitrangig - so lange sie den anderen Elternteil regelmässig sehen, erleben können. Am besten wäre es, wenn sie sowohl beim Vater wie bei der Mutter leben könnten. In sehr viel mehr Fällen wäre das möglich. Denn getrennte Eltern werden nicht "allein erziehend", sie werden "getrennt erziehend" - gemeinsam oder parallell, je nach dem Grad ihrer Kooperationsfähigkeit.

"Getrennt erziehend" mit "gemeinsamem Sorgerecht", besser vielleicht: "geteiltem Sorgerecht" - das sollte, müsste der Normalfall sein. Dann wären Fälle wie der von Ruben, seiner Mutter und seinem Vater nicht mehr so schrecklich häufig.

Vernünftig?

geschrieben von undeutsch | 17 Okt, 2007

Es ist immer interessant, wenn jemand behauptet, "die Vernunft" für sich gepachtet zu haben. So wie die "Aktion für eine vernünftige Energiepolitik Schweiz". Für sie ist es "vernünftig", neue Kernkraftwerke zu bauen - um die drohende "Stromlücke" zu schliessen. Ob es vernünftig ist, überhaupt so viel Energie zu verpulvern, fragt sie nicht.

In meinem Studium hatten wir zuletzt ein ganzes Wochenende zum Thema Ethik. Der Professor vertrat eine "diskursive Ethik": Er setzte voll auf die Macht der "besseren Argumente". Wer aber letztlich wie entscheidet, welches die besseren Argumente sind, konnte auch er nicht erklären.

Es ist nämlich gar nicht die Vernunft, es sind gefühlsgesättigte Wertentscheidungen, die dem zugrunde liegen: ob es mir zum Beispiel wichtiger ist, den nun einmal erreichten Lebensstandard zu erhalten - oder die Erde als Wohn- und Lebensraum für möglichst viele der Menschen, Tiere und Pflanzen, mit denen wir den Planeten teilen.

Was ist "vernünftiger" - die eigene Bequemlichkeit zu sichern, oder das Überleben möglichst vieler?

Widerstandsrecht?

geschrieben von undeutsch | 11 Okt, 2007

Von "Widerstand" spricht ein 20-jähriger Philosophie-Student, der an den Demonstrationen anlässlich des geplanten SVP-Wahlkampffestes in Bern beteiligt war, von feiger "Appeasement-Politik" der parlamentarischen Linken und vor allem der politischen Mitte. In einem Telefon-Interview mit der "Berner Zeitung" meint er, die Geschichte lehre, wohin solche Anpasserei führe. Und: "Ich finde es legitim, die Infrastruktur des Fests einer rechtsradikalen Partei zu zerstören."

Nach den Ausschreitungen gehen nun also auch verbal die Gäule durch.

Ich kann ihm folgen, wenn er sagt, die SVP vergifte das politische Klima in der Schweiz, schüre Rassismus, verschiebe die Grenze des Tolerierten immer weiter nach rechts." Weil sie das tut, ist sie selbst (mit) schuld daran, dass immer mehr Menschen sie als "rechtsradikal" einstufen, weil sie Rhetorik nicht von Politik zu trennen wissen.

Ich kann dem Studenten auch noch folgen, wenn er sagt: "Es gibt einen Punkt, wo man sich dem entgegenstellen muss. Notfalls auch mit Gewalt." Wenn er diesen Punkt aber für erreicht hält - bei der SVP, in der Schweiz des Jahres 2007 -, dann zeigt er nur, dass er keine Ahnung hat; weder von Politik noch von Geschichte.

Sein "Widerstandsrecht" existiert nur in seinem Kopf.

Wem nützt Gleichstellung?

geschrieben von undeutsch | 10 Okt, 2007

"Was kommt nach dem Feminismus?" fragt Wolfgang Stadler in "info3". Dabei zitiert er Katharina Rutschky ("Emma und ihre Schwestern") - die sich gegen die "Gleichstellungsutopie" wendet; aus feministischer Sicht:

"Mit wem oder was sollen die gerade erst gleichberechtigten weiblichen Menschen eigentlich gleichgestellt werden? Möglichst haarklein und in Form von Statistiken kontrollierbar mit den männlichen Menschen! Diese schlechte Utopie wird uns gern mit dem Verweis schmackhaft gemacht, dass wir dann an der Macht in den Chefetagen teilnehmen dürften. Doch wer hat davon schon was ausser einer Handvoll Frauen? Also bleibt unterm Strich nur die niederschmetternde Erkenntnis: Von weiblichen Menschen wird nichts Neues erwartet - und schon gar nichts anderes als von männlichen Menschen, die wir uns überall zum Vorbild nehmen sollen... Die Überzeugung, dass Frauen defizitär, ja eigentlich nicht existent zu sein hätten, es weibliche Menschen gar nicht zu geben bräuchte: Das ist der Kern der Gleichstellungsutopie."

entgrünen!

geschrieben von undeutsch | 10 Okt, 2007

Die echt geilste Parole im Irrsinn des gegenwärtigen Wahlkampfes in der Schweiz stammt von der "Freiheits-Partei":

"Offroader JA - Die Schweiz muss entgrünt werden!"

Ich empfehle "Agent Orange". Das entgrünt nachhaltig. Vielleicht haben die Amis ja noch ein paar Tonnen irgendwo herumliegen. Einer "Freiheits-Partei" hilft Kollege Bush sicher gerne aus.

Heimatschutz ja - drum SVP nein

geschrieben von undeutsch | 9 Okt, 2007
Dient dem Heimatschutz, wer den international guten Ruf der Schweiz verspielt? Wohl kaum. Die SVP ist gerade dabei, genau das zu tun. Durch ihre aggressive, ausländerfeindliche Rhetorik. Ergo: für die Heimat - gegen die SVP!

Wahlrechtsalter null

geschrieben von undeutsch | 2 Okt, 2007

Es gibt Themen, die kommen immer wieder einmal auf in der grossen Politik - und in meinem kleinen Blog. "Wahlrechtsalter 16" ist so eines. Ich bin dagegen. Ich bin für Wahlrechtsalter null. One man (oder woman), one vote - von Anfang an. Ausgeübt durch die Eltern, bis das Kind es selbst tun will. Das gäbe den Familien mehr Power - und würde Druck machen in Richtung kinderfreundliche Gesellschaft. Weit mehr als die üblichen Lippenbekenntnisse.

Und mit dem Mündigkeitsalter hat das Wahlrecht rein gar nichts zu tun. Das nämlich würde ich wieder heraufsetzen: auf 20 - mindestens.

Ausgangssperre

geschrieben von undeutsch | 2 Okt, 2007

Vielleicht ist es der ewige Impuls der Älteren, "die Jungen" zivilisieren zu wollen, beschneiden, unterdrücken, weil sie deren Lebensfreude, deren Unvernunft nicht (mehr) ertragen. Vielleicht; - aber auch dann gehört es mit zum Spiel der Generationen. Auf jeden Fall kann ich den Vorstössen von immer mehr Gemeinden durchaus etwas abgewinnen, den Ausgang der Jugendlichen auf 23 Uhr zu begrenzen.

Letztlich haben alle etwas von der Ausgangssperre: die Eltern, weil sie nicht mehr sagen müssen: "ICH will aber...", sondern einfach sagen können: "Es ist verboten. Punkt." Wie erleichternd.

Nicht betroffene Erwachsene, weil sie von weniger Lärm geplagt werden und über weniger Müll stolpern müssen.

Und die Jugendlichen selbst, die wieder zu mehr Schlaf finden, wenn sie sich nicht mehr Nacht um Nacht um die Ohren hauen müssen, nur um dazuzugehören.

Siehe oben.

Wahlkampfverdruss

geschrieben von undeutsch | 1 Okt, 2007

Gute Diagnose - schlechte Therapie. Markus Bienz heute in der 20-Minuten-Umfrage zu den Schweizer Nationalratswahlen: "Ich gehe aus Protest nicht zur Wahl. Der Abstimmungswahlkampf verläuft derart tief unter der Gürtellinie, dass ich meine Stimme verweigere. Besonders gestört haben mich die üblen ausländerfeinlichen Plakate."

Eine Meinung, mit der er nicht alleine steht. Alle fünf befragten Personen wollen nicht wählen gehen - längst sind die Nichtwähler die weitaus grösste Wählergruppe, nicht nur in der Schweiz; die Politik erreicht das Volk nicht mehr.

Das ist freilich nicht nur den PolitikerInnen anzulasten. Denn eine Aussage wie die von Markus Bienz ist dämlich. Wenn ich mich aufrege - dann sollte ich erst recht zur Wahl: die wählen gehen, die keine "üblen ausländerfeidlichen Plakate" in die Gegend hängen. Denn noch gibt es durchaus Alternativen.

Ehe auf Zeit

geschrieben von undeutsch | 25 Sep, 2007

Das hat ja ganz schön eingeschlagen: die Forderung von Gabriele Pauli, Ehen auf sieben Jahre zu befristen. Zugegeben, da ist wahrscheinlich viel Berechnung im Spiel, Wahlkampfprovokation, um sich ins Gespräch zu bringen. Aber neu ist der Gedanke ja nicht: Keine teuren Scheidungen (heute schon fast der Normalfall), keine Versagensgefühle - und von vorne herein eine Gefahr weniger: dass sich Menschen zu sehr einrichten in diesem trügerischen Konstrukt und sich in allzu grosse Abhängigkeiten verstricken.

Wer nach sieben Jahren möglicherweise wieder ganz alleine auf eigenen Beinen stehen muss, der wird von Anfang an auf eine gewisse Selbstständigkeit beharren, wird die Ausbildung im Zweifel doch noch durchziehen, den Job warm oder behalten - und den anderen stärker einbinden in die mit Haushalt und Kindern verbundenen Pflichten.

Einen romantischen Aspekt hat die Idee obendrein: Mann und Frau können nicht nur ein Mal, sie müssen immer wieder "JA" sagen zu einander. Alle sieben Jahre. Und nicht nur deshalb aneinander kleben bleiben, weil Mann oder Frau ein eigenständiges Leben längst verlernt oder gar nicht erst gelernt hat.

Betonköpfe

geschrieben von undeutsch | 25 Sep, 2007

Schweizer Schülerinnen und Schüler verstehen zu wenig von der Wirtschaft. Mag sein. Schweizer Wirtschaftsvertreter und Politiker verstehen zu wenig von Pädagogik.

Sie fordern: Wirtschaftsunterricht statt Hauswirtschaft (Punkt.ch-Erstausgabe vom 19. September). Was sie übersehen: Der Weg zum Kopf führt von den Händen über das Herz ins Gehirn. Das wissen Pädagogen so gut wie Gehirnforscher - und auch der Volksmund wusste es einmal: Wir stricken Gedanken, sagt man. Nur wer handfertig ist und begeisterungsfähig, wird einmal ein kreativer Kopf.

Also erst einmal kräftig üben in der "Rüebli-RS" (Ruedi Noser, FDP) - und dann ab in die Wirtschaft. Es sei denn, wir wären an staubtrockenen Betonköpfen interessiert.

Sparpotenzial

geschrieben von undeutsch | 25 Sep, 2007

60 bis 80 Millionen Franken haben die fünf führenden komplementär-medizinischen Methoden 2004 in der Schweiz "verschlungen" - 0.3 Prozent der Gesundheitskosten. Ein enormes Sparpotenzial wenn es nach Bundesrat Couchepin und jetzt auch dem Nationalrat geht. Deshalb heisst es auch weiterhin "njet" zu Homöopathie, Neuraltherapie, traditioneller chinesischer Medizin, anthroposophischer Medizin und Phytotherapie: Die Grundversicherung bezahlt sie nicht.

Was mich nur wundert: Wenn ich homöopasthische Kügeli nehme und gesund werde, brauche ich weder Aspirin noch NeoCitran, auch keine Antibiotika. Wer hat errechnet, wie viel ich dadurch einspare? Ganz zu schweigen davon, dass ein mit Homöopathika behandelter Organismus aus der Krankheit etwas lernt - ein Körper, der mit der chemischen Keule geschlagen wurde, eher geschwächt aus der Krankheit hervorgeht - und erst oft noch mit Neben- und Nachwirkungen der allopathischen Medikamente zu kämpfen hat.

Ich bin sicher: Unter dem Strich kämen die komplentär-medizinischen Methoden günstiger. Auch rein rechnerisch betrachtet.

Jugend gefährdend

geschrieben von undeutsch | 9 Sep, 2007

Eine Metall-Skulptur sorgt für rote Köpfe: "Pornografisch" sagen die einen, "Jugend gefährdend" nennen sie die anderen. Sie zeigt eine nackte Frau, die von einem nackten Mann umarmt wird.

Was bei uns keinen mehr stören würde, ist in Kemer/Türkei noch ein Skandal.

Auch dort fahren Panzer auf den Strassen herum; auch dort gibt es zur besten Sendezeit im Fernsehen täglich Mord und Todschlag zu sehen, Kriege in den Nachrichten.

Zwei nackte Menschen, die sich umarmen, gefährden Kinder. Waffenstarrende Soldaten nicht?

Öffentliches Ärgernis

geschrieben von undeutsch | 10 Aug, 2007

Der Mensch, so wie er ist, "wie Gott ihn schuf" - ist ein "öffentliches Ärgernis".

Eigentlich muss ich gar nichts dazu sagen.

Der Irrsinn ist offensichtlich.

Kinder: Störfaktoren der Ego-Gesellschaft

geschrieben von undeutsch | 9 Aug, 2007

In Zürich ist eine Frau einer ultracoolen "Lounge" verwiesen worden - weil sie gestillt hat. Die stellvertretende Direktorin des "Lakeside": "Wer gediegen ein Cüpli trinkt, will vielleicht nicht beim öffentlichen Stillen zusehen." Ein 20min-Leser setzt noch eins obendrauf: "Wenn man ein Kind hat, muss man halt in Gottes Namen auf gewisse Dinge verzichten und kann nicht zu jeder Tageszeit überall sein."

"Cüpli" sind DINKS vorbehalten, Mütter sollen heim an den Herd. Sind sowieso sowas von obervorgestern. Wer kriegt denn heute noch Kinder?

Man kann so denken: Kinder als Privatsache, im Grunde unerwünschte Störfaktoren der für mobile Menschen optimieren Spass-Gesellschaft (die immer nur MEINEN Spass meint, nicht den anderer Menschen).

Ein Hoch dem Egoismus - und die Ewigvorgestrigen, die heute noch Eltern werden, ab in die Ghettos, in denen sie und ihre zweibeinigen Plagegeister nicht stören.

Eigentlich konsequent.

Nach uns keine Zukunft, nach uns die Sintflut; aber whirlpoolwarm, bitteschön.

Spiesserfront

geschrieben von undeutsch | 22 Jun, 2007

Wie die Sturmspitze der deutschen Einfaltspinsel- und Spiesserfront gegen unabhängige(re) Menschen hetzt, zeigte sich jüngst in einem Beitrag über Tamera. Bild "berichtete":

"Die Polizei kam mit Durchsuchungsbefehl und verschaffte sich Zutritt zum Anwesen der Tamera-Sekte in Monte Docero/Colos in Portugal. Hunderte deutsche Aussteiger leben dort, bekennen sich zu freier Liebe und Sex, leben als strenge Vegetarier. Der Verdacht der Polizei: Mitglieder der Kommune könnten in die Entführung der kleinen Madeleine McCann (4) verwickelt sein! Die Razzia, erfuhr BILD aus Polizeikreisen, fand bereits am 7. Mai statt, vier Tage, nachdem Unbekannte die kleine Madeleine aus dem Ferienclub in Praia da Luz entführt hatten. 'Besonders gründlich wurden die Tamera-Räumlichkeiten eines Ehepaares gefilzt', sagte ein Mitglied der Sekte." - Dieter Duhm wurde in einer Bildunterschrift als "Gründer der mysteriösen Tamera-Sekte" bezeichnet.

Die Sekten-Keule, immer noch. Dass denen auch gar nichts Neues einfällt...

Wer sich selbst ein Bild machen will: www.tamera.org.

Von Sekte keine Spur.

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Impotent

geschrieben von undeutsch | 21 Jun, 2007

Manchmal setzt sich eben doch die Vernunft durch - selbst gegen männerbündelnde Macho-Allüren: Der Ständerat fordert, Armee-Munition zukünftig im Zeughaus zu lagern; die stets wehrhaften Schweizer dürften dann zwar noch ihre Gewehre mit nach Hause nehmen - könnten damit aber weder Kinder, noch Frauen noch sich selbst so leicht erschiessen wie bisher.

(Regieanweisung: innerlich langsam umkehren; kurze Pause)

So bleibt das Gewehr zwar ein langes, schlankes Ding - aber es schiesst nicht mehr; und lässt sich auch nicht mehr beliebig oft nachladen. Für ihre Potenzgefühle müssten sich sie Schweizer Männer wieder auf etwas anderes besinnen; - was freilich oft die gleichen Probleme macht.

(Regieanweisung: lange Pause)

Männer, wo seid ihr?

Rechtsverständnis

geschrieben von undeutsch | 13 Jun, 2007

Das Rechtsverständnis anderer Menschen, insbesondere das von Richtern, ist mir oft ein Rätsel; umsomehr, wenn es sich um US-amerikanische Richter handelt.

Da haben Eltern, um Alkoholexzessen vorzubeugen, bei der Geburtstagsparty ihres 16 Jahre alten Sohnes den Alkohol selbst ausgeschenkt - beaufsichtigt und kontrolliert; durchaus eine sinnvolle pädagogische, fürsorgliche Massnahme. Nicht so in den Augen der US-Justiz: Die verurteilte die Eltern zu je viereinhalb Jahren Haft, zur Hälfte zur Bewährung ausgesetzt. Seit Montag sitzen die Eltern hinter Gittern.

Nicht gerade ermutigend.

Mittelalter

geschrieben von undeutsch | 7 Jun, 2007

Totalitäre Tendenzen setzen sich auch in der "Gesundheits"industrie immer mehr durch. Jetzt hat der Deutsche Ärztetag gefordert, für Kinder eine generelle Impf-Pflicht einzuführen, die eine Gemeinschaftseinrichtung wie einen Kindergarten oder eine Schule besuchen. Ärzten, die sich öffentlich empfohlenen Impungen gegenüber kritisch äussern, werden berufsrechtliche Sanktionen angedroht.

Die "moderne" Ärzteschaft in der Nachfolge der katholischen Kirche: mit verbindlicher "Lehrmeinung", Exkommunikation und Zwangsmassnahmen wie im Mittelalter. - Da scheint jemand mit dem Rücken zur Wand zu stehen.

Kein Wunder: Immer mehr Menschen kehren den "Halbgöttern" in Weiss den Rücken und suchen nach Alternativen. Weil sie spüren: Die "Naturwissenschaft" hat die Medizin in eine Sackgasse geführt. - Hoch effizient, aber weiter von "Heilkunst" entfernt als je zuvor.

Totalitärer Machtmissbrauch

geschrieben von undeutsch | 7 Jun, 2007

Was ist das? Zermürbungstaktik, Salamitaktik oder schlicht totalitärer Machtmissbrauch?

Ich kenne keine einzige Umfrage, in der nicht eine deutliche Mehrheit der Verbraucher gentechnisch manipulierten Nahrungsmitteln eine Abfuhr erteilt hätte: Die Menschen wollen keine Gentechnik in Lebensmitteln. Dennoch werden ungeniert Freilandversuche genehmigt und die EU-Agrarminister planen, gentechnisch hergestellte Zusatzstoffe sogar für Bio(!)-Lebensmittel zuzulassen.

Jetzt hat das Augsburger Verwaltungsgericht den Freistaat Bayern in einem Eilentscheid verpflichtet, in einem staatlichen Versuchsgut Honig vor Pollen von MON 18-Genmais zu schützen. Imker und Verbraucher hätten ein Recht auf Honig ohne das Gen-Konstrukt.

Hoffentlich ein Beispiel, das Schule macht - um dem totalitären Machtanspruch von Landwirtschafts-/Nahrungsmittelindustrie und mit ihr verbündeter Politik Grenzen zu setzen. Im Interesse und Namen der Bürger.

(Informationsquelle: Info3, www.info3.de)

Stimmrechtsalter: Geburt

geschrieben von undeutsch | 5 Jun, 2007

Das hätte ich ja nicht zu hoffen gewagt: dass einmal jemand ernsthaft fordert, das Stimmrechtsalter auf 0 Jahre zu senken. Heute lese ich in 20min:

"Egal ob 16 oder 18, jede Altersgrenze für das Stimmrecht ist völlig willkürlich", sagt EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Seine Partei ging gestern gar nicht gross auf die Debatte im Kantonsparlament ein, sondern deponierte gleich einen Vorstoss, der das Stimm- und Wahlrecht für alle von Geburt an fordert. Für Kinder, die noch nicht urteilsfähig sind, könnten die Eltern an die Urne gehen: Damit werde die Stellung der Familie in der zunehmend überalterten Gesellschaft gestärkt. - "Die Politik darf Minderjährige nicht länger ausgrenzen, denn sie sind von den Folgen der Entscheide am meisten betroffen", so Löffel.

Dass die Forderung ausgerechnet von der EVP kommt, sollte nicht stören. Richtig und überfällig ist sie allemal.

5 Franken pro Liter Benzin!

geschrieben von undeutsch | 1 Jun, 2007

Umweltminister Moritz Leuenberger will eine neue Abgabe auf Benzin und Diesel einführen, berichtet heute. Bis zu 50 Rappen pro Liter schwebt ihm vor; damit will er den öffentlichen Verkehr fördern - um die Umweltschutzziele doch noch zu erreichen, die der "Klimarappen" nicht erreicht hat. Rolf Hartl von der Erdölvereinigung bezweifelt den Nutzen der neuen Massnahme: "Damit die Schweizer wirklich weniger tanken, müsste der Benzinpreis auf 3 bis 5 Franken steigen."

Ist das eine Forderung? Ich stelle sie schon lange, seit fast 30 Jahren - und heute wieder; obwohl ich ab August teilweise auf das Auto umsteige(n muss), um zur (neuen) Arbeit zu fahren; vielleicht gerade deshalb: Wer die Umwelt belastet, der soll auch blechen; "Verursacherprinzip" nennt man das.

Wetten, dass aber schon die vergleichsweise harmlosen 50 Rappen am (theatralischen) Widerstand "bürgerlicher" Populisten scheitern werden?

Konstantin Wecker: Abgründe

geschrieben von undeutsch | 27 Mai, 2007

Ich muss sehr viel lesen zurzeit; dass ab und zu auch ein WIRKLICH gutes Buch darunter ist – dafür sorgt meine Frau. Jetzt hat sie mir „Die Kunst des Scheiterns“ mitgebracht, autobiografische Betrachtungen von Konstantin Wecker mit dem Untertitel „Tausend unmögliche Wege, das Glück zu finden“. An einer Stelle fragt er darin, was ihn – den Wecker von heute – mit diesen vielen anderen verbindet, an die er sich erinnert, den „jungen, faltenlosen Mann mit seinem beneidenswert dichten Haarwuchs“, die Stimme auf alten Schallplatten von ihm. „Weil mein Name unter dem Foto steht?“ – Oder weil er Geheimnisse dieser Person weiss, die anderen verborgen sind?

„Es sind die Abgründe, die uns verbinden, diesen anderen, der meinen Namen trägt, und mich. Ganz bestimmt sind es nicht die Lügen, die man der Gesellschaft von sich auftischt. Die sind austauschbar, derer bedient sich jeder. Schneidert sich doch jeder eine Persönlichkeit zusammen, je nach seiner handwerklichen Fähigkeit matt oder schillernd und nicht selten nach einem Schnittmuster, das die Aussenwelt anbietet, trotz aller scheinbaren Individualität doch mehrheitskompatibel, nicht wirklich kantig, nicht wirklich angreifbar.“

Wir werden noch sehen: Wecker zeigt uns nicht nur seine Fassaden in dem Buch. Er zeigt auch seine Hintergründe. Und lässt uns die Abgründe zumindest erahnen.

Es ist eben - auch - ein Buch über Nacktkultur. Kein Wunder: Seit Langem schon hat Konstantin Wecker Einfluss auf mein Denken. Zum Glück.

Begeisternd

geschrieben von undeutsch | 21 Mai, 2007

Begeisternder "Siegeszug des Kapitalismus": 30 Prozent der 29'000 Befragten in 29 ehemals "kommunistischen" Ländern haben angegeben, es gehe ihnen heute wirtschaftlich besser als vor dem Fall des "eisernen Vorhanges".

Die grosse Mehrheit hingegen meint, es ginge ihnen heute keineswegs besser als 1989.

(Umfrage im Auftrag der Weltbank; Zahlen aus 20min.)

Telekom-Rechenexempel

geschrieben von undeutsch | 17 Mai, 2007

Rund 50'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will die Deutsche Telekom auslagern - damit die in Zukunft für rund 4 Stunden Mehrarbeit pro Woche 9 Prozent weniger Gehalt bekommen. Bis zu 900 Millionen Euro will der Konzern damit pro Jahr einsparen. "Wo soll es denn herkommen?" rechtfertigt sich Telekom-Chef René Obermann. "Wir können das Geld doch nicht drucken."

Nein, Herr Obermann, von Drucken redet niemand; nicht bei einem Konzerngewinn von gut drei Milliarden Euro. Es muss gar nirgends herkommen, das Geld - es ist schon längst da. Sie müssten es nur statt den Aktionären den MitarbeiterInnen zukommen lassen.

(Alle Zahlen aus dem aktuellen Spiegel.)

Spanische Rechenspiele

geschrieben von undeutsch | 16 Mai, 2007
Juristen ticken anders; das war mir schon immer klar. Wie anders - das beginne ich allerdings erst jetzt zu ahnen: In Spanien ist ein Arzt wegen Körperverletzung und fahrlässiger Tötung zu insgesamt 1'933 Jahren (sic!) Haft verurteilt worden. Schon das kommt mir spanisch vor. In 20min heisst es weiter: "Davon muss er nach spanischem Recht höchstens 20 Jahre verbüssen." Ein Jahr hinter spanischen Gardinen zählt danach so viel wie 100 Jahre Leben "draussen"; in nicht einmal vier Tagen hat man ein Jahr abgesessen. Vielleicht schauen Gefangene deshalb so schnell so alt aus.

Bücher? Da war doch was...

geschrieben von undeutsch | 11 Mai, 2007

Erschreckende Zahlen aus einer online-LeserInnen-Befragung von 20min:

21 Prozent der 6008 TeilnehmerInnen gaben an, im Laufe eines Jahres kein einziges Buch zu lesen. 28 Prozent antworteten mit "1-3 Bücher" pro Jahr.

Das heisst, dass rund die Hälfte der 20min-LeserInnen, die sich an der Umfrage beteiligten, jährlich höchstens drei Bücher liest. Die Hälfte!...

Für die Mehrheit der Schweizer Bundesräte dürfte auch gelten, dass ihnen zu "Bücher?" gerade einmal "Dan Brown" oder "Harry Potter" einfällt. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie Bücher zum x-beliebigen Handelsgut erklärt und sich geweigert haben, die Buchpreisbindung zum Gesetz zu erheben.

Dabei hätten sie doch nur einmal Zeitung lesen müssen - und darin, was z.B. die Franzosen für Erfahrungen gemacht haben, als sie die Buchpreisbindung abgeschafft und später - erschrocken - wieder eingeführt haben. Aus den Erfahrungen anderer zu lernen, wäre ein Zeichen von Intelligenz - offenbar Mangelware in einer Gesellschaft, die daran ist, das Lesen zu verlernen.

Lärmsteuer

geschrieben von undeutsch | 23 Apr, 2007

Die Mechanismen der (sozialen) Marktwirtschaft zu nutzen, um politische erwünschte Ziele zu erreichen, ist eine viel diskutierte und wirksame Massnahme. Anders ausgedrückt: Auf das Privatwohl und -wehe zu zielen, um das Gemeinwohl zu mehren.

Das schweizer Bundesamt für Umwelt fordert, das nun auch im Hinblick auf Lärm(emissionen) zu tun: Wer Lärm produziert und die Umwelt damit belastet, soll eine Steuer zahlen, als Lenkungsabgabe. Gemeint sind Flughäfen, Fabriken, Betreiber von Autostrassen.

Das Prinzip könnte man ausdehnen und z.B. die Kfz-Steuern ausschliesslich an der Höhe der Fahrzeug-Emissionen ausrichten: der Schadstoff-Emissionen wie der Lärmemissionen. Stark progressiv steigend.

Dann müssten wir über Offroader und anderen Blödsinn nicht mehr ideologisch diskutieren: Wer sie fahren will und damit die Mitwelt weit überdurchschnittlich belastet, soll auch dafür blechen; und zwar spürbar.

Feminismus

geschrieben von undeutsch | 15 Apr, 2007

Julia Onken in der "Sonntagszeitung":

"Die moderne Frau geht selbstverständlich davon aus, dass ihr die gleichen Rechte zustehen wie einem Mann. Sie kämpft nicht, sie beansprucht. Sie klagt nicht an, sie holt sich ihren Teil. Sie sieht sich nicht als Opfer, sie erlebt sich als Handelnde."

"Der neue Feminismus richtet sich nicht gegen den Mann, sondern will mit ihm partnerschaftlich die Welt gestalten. Er klagt Männer nicht an, sondern verhandelt mit ihnen. Der neue Feminismus verabschiedet sich vom Täter-Opfer-Gedanken; Frauen übernehmen Selbstverantwortung und Männer ebenfalls. Fakten werden benannt, aber nicht bejammert. Die Triebfeder ist nicht Kränkung, sondern das Bewusstsein, dass Frauen die gleichen Rechte zustehen wie Männern."

"Denn es gibt trotz allem noch immer viel zu tun. Vor allem im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf."

Für Frauen wie für Männer.

Krasses Missverhältnis

geschrieben von undeutsch | 12 Apr, 2007

Aus der NZZ vom Mittwoch:

"Laut dem letzten Weltgesundheitsbericht der WHO aus dem Jahr 2003 geht ein Drittel aller Lebensjahre, die Menschen weltweit als Kranke verbringen, auf das Konto psychischer Störungen. Gleichzeitig werden jedoch nur zwei Prozent der Gesundheitsbudgets zu ihrer Behandlung eingesetzt."

Gemeinsames Sorgerecht

geschrieben von undeutsch | 28 Feb, 2007

Gegen das gemeinsame Sorgerecht als Regelfall sagt SP-Nationalrätin Jacquelin Fehr: "Wieso soll ausgerechnet nach der Scheidung klappen, was schon vorher nicht funktioniert hat, nämlich die Alltagsfragen gemeinsam zu regeln?"

Einen Ausweg weist eine Nationalfondsstudie: Der betreuende Elternteil soll in Alltagsfragen allein entscheiden dürfen. Nur in gewichtigen Angelegenheiten (z.B.Wegzug ins Ausland, Ausbildung, schwerer medizinischer Eingriff) müssen Vater und Mutter zustimmen.

Für diesen Fall könnte obendrein eine gerichtlich verankerte Mediation eingeführt werden. (Quelle: wireltern)

De facto pendeln Kinder nach Scheidungen häufig zwischen zwei Welten. Wenn die eng aufeinander abgestimmt sind - oder sich klar unterscheiden, haben Kinder relativ wenige Probleme damit. Beide Eltern betreuen, meist die Mutter mehr, der Vater weniger. Was gelten müsste: Der jeweils gerade betreuende Elternteil entscheidet in Alltagsfragen alleine - in seinem Bereich, der andere regiert nicht hinein. Und über Grundsatzfragen einigen sich beide mit Hilfe eines Mediators/einer Mediatorin - auf den/die sie sich bereits im Scheidungsvertrag/urteil geeinigt haben.

So könnte es gehen.

Impfschäden

geschrieben von undeutsch | 26 Feb, 2007

Noch ein Nachtrag zum Thema Impfen: Info3 zitiert die Zeitschrift impf-report. Danach wurden zwischen 2001 und 2005 insgesamt 43 Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen gemeldet. Unter Berücksichtigung darin nicht enthaltener Fälle sowie der Dunkelziffer kommt die Zeitschrift auf "jährlich mindestens 500 Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen" sowie auf "jährlich mindestens 6'000 Fälle mit einer dauernden gesundheitlichen Schädigung nach Impfungen".

Auch das ist ein Risiko, meine ich; ein völlig vermeidbares obendrein.