Vaterschaftsurlaub
geschrieben von undeutsch | 16 Mär, 2010"Es verbiete sich in der Krise, Väter dafür frei zu stellen, dass sie mehr Zeit finden, mit ihren Kindern zu spielen. Krisen, die so in Familien entstehen, müssten privat bewältigt werden. Das ist die alte Devise der Privatisierer von Gewinnen. Im Ernstfall wird sie den Familien zum Verhängnis", schreibt Klaus Sorgo in der jüngsten Ausgabe der "Männerzeitung" (www.maennerzeitung.ch).
Wir kennen das: Im Namen von "Arbeitsplätzen" (die im Zweifel allerdings meist weit weniger wichtig sind als die Renditen der Kapitalgeber und die Löhne der Manager) dürfen Unternehmen nicht verpflichtet werden, (Sozial-)Lasten mit zu tragen oder besser: Sozial-Leistungen zu erbringen. Wenn es dann eng wird - zahlt die Allgemeinheit: über Steuern oder Versicherungsbeiträge. Letztlich sind es immer Menschen, die bezahlen (und nicht nur in den unteren Rängen der Gesellschaft, ironischerweise): mit ihrer Gesundheit, physisch wie psychisch.
"Prävention" bleibt ein leeres Schlagwort für Schönwetterreden.
